Gründer: wer etwas ins Leben ruft

Ein Gründer ist eine Person, die ein Unternehmen, einen Verein, eine Stadt oder eine Bewegung ins Leben ruft. Die weibliche Form lautet Gründerin.

Ein Gründer steht am Anfang: Er oder sie hat die Idee, sammelt Geld und Mitstreiter und bringt etwas Neues auf den Weg. Heute hört man das Wort oft im Zusammenhang mit Start-ups. Nach dem Gründer ist sogar eine ganze Epoche benannt: die Gründerzeit nach 1871, als im neuen Kaiserreich unzählige Firmen entstanden.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikelder GründerMaskulinum
Femininumdie GründerinPlural Gründerinnen
Pluraldie Gründerendungslos
Verbgründengründete, gegründet
KompositaFirmengründer, Mitgründer, Gründerzeithäufig

Gründer in Beispielsätzen

Die Gründerzeit

Nach dem Sieg über Frankreich und der Reichsgründung 1871 flossen hohe Reparationszahlungen nach Deutschland. Banken, Fabriken und Eisenbahngesellschaften wurden in großer Zahl gegründet, die Städte wuchsen rasant. Typisch sind die prächtigen Mietshäuser mit verzierten Fassaden, die man heute noch in vielen Städten sieht. Schon 1873 folgte der Gründerkrach, ein Börseneinbruch, der viele neue Firmen in die Pleite trieb. In Österreich spricht man ebenfalls von der Gründerzeit, dort geprägt durch die Wiener Ringstraße.

Was ist der Unterschied zwischen Gründer und Erfinder?

Ein Erfinder schafft eine neue Technik oder Idee, ein Gründer baut eine Organisation darum auf. Oft ist es dieselbe Person, aber nicht immer.

Wie bildet man das Verb?

Gründen ist schwach: ich gründete, ich habe gegründet. Das Wort geht auf „Grund“ zurück: einen Grund legen.

Quellen

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