Gerede: leeres Geschwätz und üble Nachrede

Gerede ist abwertend für langes, inhaltsarmes Reden oder für das, was Leute hinter dem Rücken über jemanden erzählen.

Gerede ist das, was übrig bleibt, wenn man einer Rede den Sinn nimmt. Wer etwas „Gerede“ nennt, hat das Urteil schon gefällt: Es ist nicht ernst zu nehmen. Das Wort ist fast immer abwertend.

Formen und Verwandte

FormWortHinweis
Genusdas GeredeNeutrum, Kollektiv
Genitivdes Geredes—
Plural—kein Plural
Grundwortdie Redeneutral
ÄhnlichGeschwätz, Gequatscheumgangssprachlich

Beispielsätze

Wortbildung: Ge- … -e

Gerede gehört zu einer produktiven Wortbildungsart: Aus einem Verbstamm entsteht mit Ge- und oft -e ein Substantiv für eine wiederholte, meist lästige Tätigkeit. Beispiele sind *Gejammer*, *Gerenne*, *Gefrage*, *Gekicher* oder *Geschrei*. Fast alle klingen genervt – wer „Gefrage“ sagt, findet die Fragen zu viele. Gerede steht in einer Reihe mit Klatsch und Gerücht, betont aber stärker das ständige Reden selbst. Weil diese Bildung so lebendig ist, kann man sie spontan neu bilden: „dieses ewige Gehupe“.

Ist „Gerede“ beleidigend?

Es ist abwertend gegenüber dem Gesagten, nicht direkt gegenüber einer Person. Höflicher ist „Gerüchte“ oder „Gespräche“.

Gibt es „die Geredes“?

Nein. Gerede ist ein Sammelbegriff und hat keinen Plural.

Quellen

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