Fluch oder Segen? Böser Zauber und derbe Worte
Ein Fluch ist eine Verwünschung, mit der Unheil auf jemanden herabgerufen wird. Außerdem bezeichnet er ein derbes Schimpfwort und übertragen ein Unglück, das auf jemandem lastet.
Der Fluch ist das dunkle Gegenstück zum Segen. Wer flucht, glaubte früher, mit Worten echtes Unheil auslösen zu können – heute schimpft er meist nur laut. In Märchen und Filmen bleibt der Fluch aber eine mächtige Kraft.
- Verwünschung, böser Zauber. *Ein Fluch lag auf dem alten Schloss.*
- Schimpfwort, Kraftausdruck. *Mit einem Fluch warf er den Hammer weg.*
- Unheil, Verhängnis. *Sein Reichtum wurde ihm zum Fluch.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Fluch | ein uralter Fluch |
| Genitiv | des Fluch(e)s | die Macht des Fluches |
| Plural | die Flüche | laute Flüche |
| Verb | fluchen | über das Wetter fluchen |
| Adjektiv | verflucht | ein verfluchter Ort |
Beispiele
- Das Internet ist Fluch und Segen zugleich.Feste Paarformel: hat Vor- und Nachteile.
- Verflucht noch mal!Ausruf des Ärgers, umgangssprachlich und etwas derb.
- Die Hexe belegte die Prinzessin mit einem Fluch.Märchensprache: mit einem Fluch belegen.
Fluch und Segen
Fluch und Segen sind ein klassisches Gegensatzpaar aus der Bibel: Im 5. Buch Mose werden dem Volk Segen und Fluch vorgelegt. Im Alltag ist Fluchen dagegen einfach Schimpfen. Regional gibt es typische Flüche: Bayern und Österreicher kennen „Kruzifix!“, Norddeutsche ein derbes „Verdammt noch mal!“. Viele alte Flüche nutzen religiöse Begriffe, die man eigentlich nicht „unnütz“ aussprechen sollte. Mit Magie haben sie nichts mehr zu tun.
Ist Fluchen unhöflich?
In formellen Situationen ja. Unter Freunden ist leichtes Fluchen oft akzeptiert, es hängt von Ort und Gesprächspartner ab.
Was bedeutet „Fluch der Karibik“?
So heißt die deutsche Fassung der Filmreihe „Pirates of the Caribbean“. Der Titel spielt auf den Fluch an, der auf den Piraten lastet.