„Eile mit Weile“ – was das Wort Eile wirklich bedeutet

Eile ist das Bestreben, etwas schnell zu erledigen, weil wenig Zeit bleibt. Das Wort beschreibt Hast und Zeitdruck.

Wer in Eile ist, schaut ständig auf die Uhr. „Eile mit Weile“ klingt widersprüchlich, ist aber ein sehr alter Rat: Wer zu hastig ist, braucht am Ende länger. Das Gegenteil ist die Ruhe.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Eilegroße Eile
Genitivder Eilein der Hektik der Eile
Plural—kein Plural
Verbeilen, sich beeilenBeeil dich!
Adjektiveiligein eiliger Brief

Eile im Satz

Woher kommt „Eile mit Weile“?

Das Sprichwort ist die deutsche Fassung des lateinischen *festina lente* – wörtlich „Eile langsam“. Nach dem römischen Geschichtsschreiber Sueton soll Kaiser Augustus diesen Satz gern zitiert haben. Der Gedanke dahinter: Mit Bedacht kommt man sicherer ans Ziel als mit überstürztem Handeln. Das deutsche Reimpaar *Eile – Weile* machte den Spruch besonders einprägsam. In der Schweiz heißt ein beliebtes Brettspiel, das „Mensch ärgere Dich nicht“ ähnelt, bis heute *Eile mit Weile*. Eine Minute Nachdenken spart oft eine Stunde Reparatur.

Hat Eile einen Plural?

Nein. Man verwendet nur den Singular.

Was ist der Unterschied zwischen Eile und Hektik?

Eile bedeutet nur, dass man schnell sein muss. Hektik betont zusätzlich Unruhe und Durcheinander.

Quellen

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