Die Hand: Körperteil, Handschrift und Bild für Hilfe
Die Hand ist der Körperteil am Ende des Arms, mit dem Menschen greifen, halten und tasten. Übertragen steht sie für Besitz, Macht, Hilfe und Handschrift.
Kaum ein Körperteil hat die deutsche Sprache so geprägt wie die Hand. Von ihr kommen *handeln*, *Handwerk* und *Handy*. Wer etwas „aus erster Hand“ weiß, hat es direkt von der Quelle, ohne Umweg über andere.
- Körperteil am Ende des Arms. *Wasch dir die Hände!*
- Besitz, Verfügung. *Das Grundstück ist in privater Hand.*
- Hilfe, Mitarbeit. *Kannst du mir mal zur Hand gehen?*
- Seite, Richtung. *Das liegt auf der linken Hand.*
Formen und Komposita
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | die Hand (feminin) | die rechte Hand |
| Plural | die Hände | kalte Hände |
| Diminutiv | das Händchen | ein Händchen für etwas haben |
| Kompositum | der Handschuh | Handschuhe im Winter |
| Briefformel | zu Händen (z. Hd.) | zu Händen Frau Kaiser |
Beispielsätze
- Sie gaben sich die Hand.Händeschütteln als Gruß; „sich die Hand geben“.
- Er hat zwei linke Hände.Er ist handwerklich ungeschickt.
- Das liegt auf der Hand.Es ist offensichtlich.
Redewendungen
- Hand aufs Herz! – Sei ehrlich!
- Unter der Hand – heimlich, inoffiziell verkauft oder erzählt.
- Hand und Fuß haben – gut durchdacht sein.
- Die Hände in den Schoß legen – untätig sein.
- Ein Händchen für etwas haben – besonderes Geschick, etwa für Pflanzen.
Warum heißt das Handy „Handy“?
Das Wort ist eine deutsche Bildung, die englisch aussieht. Im Englischen heißt das Gerät *mobile* oder *cell phone*.
Was bedeutet „zu Händen“?
In Briefen und Adressen: Die Sendung ist persönlich für die genannte Person bestimmt. Die alte Dativ-Pluralform „Händen“ ist darin erhalten. Mehr zu den Fingern unter dem eigenen Eintrag.