Was macht ein Wirt? Gastgeber, Vermieter und Biologie

Ein Wirt ist jemand, der eine Gaststätte führt und Gäste bewirtet. In der Biologie heißt so ein Lebewesen, das einem Parasiten als Lebensraum dient.

Der Wirt steht hinter dem Tresen, zapft Bier und kennt die Stammgäste beim Namen. In Bayern und Österreich geht man „zum Wirt“, wenn man ins Gasthaus geht. Ohne den Wirt gäbe es keine Wirtschaft – das Wort bezeichnete ursprünglich die Bewirtung. Daneben hat das Wort eine überraschende Karriere in der Biologie gemacht.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Wirtmaskulin
Genitivdes Wirts / Wirtesbeide korrekt
Pluraldie Wirteohne Umlaut
Weiblichdie WirtinPlural: die Wirtinnen
KompositaGastwirt, Zwischenwirt, WirtshausGastronomie und Biologie

Beispielsätze

Die Rechnung ohne den Wirt

Wer die Rechnung ohne den Wirt macht, plant, ohne den Entscheidenden zu fragen – und erlebt eine böse Überraschung. Wer im Gasthaus selbst ausrechnet, was er schuldet, muss am Ende trotzdem zahlen, was der Wirt verlangt. Das Wort selbst ist alt: Althochdeutsch *wirt* bedeutete „Hausherr, Ehemann, Gastgeber“. Daraus entstand *Wirtschaft*, zunächst die Tätigkeit des Wirts, dann das Gasthaus selbst und schließlich die gesamte Volkswirtschaft. In vielen Regionen nennt man eine Kneipe noch heute „Wirtschaft“ – und den Gast bewirtet der Wirt.

Wie heißt die weibliche Form von Wirt?

Die Wirtin. Zusammen spricht man von Wirtsleuten.

Was ist ein Zwischenwirt?

Ein Lebewesen, in dem ein Parasit eine Entwicklungsphase durchläuft, bevor er seinen Endwirt erreicht.

Quellen

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