Beck: das süddeutsche und österreichische Wort für Bäcker

Beck ist ein regionales Wort für Bäcker, vor allem in Bayern, Schwaben, Österreich und der Schweiz. Außerdem ist Beck ein häufiger Familienname.

Wer in München oder Wien Semmeln holt, geht oft „zum Beck“. Der Beck ist der Bäcker, nur mit einem Dialekt im Mehl. In Norddeutschland versteht man das Wort dagegen kaum.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Beckmaskulin
Stilschichtregional, mundartlichSüddeutschland, Österreich, Schweiz
AusspracheBeck, Bäckbairisch-österreichisch oft mit ä
Standardwortder Bäckerüberregional
FamiliennamenBeck, Becker, Pfisteralte Berufsnamen

Beispiele

Beck, Becker, Bäcker

Das Wort geht auf althochdeutsch *becko* zurück und ist mit *backen* verwandt; der Bäcker war ursprünglich der *Beck*. Während sich im Norden und in der Standardsprache *Bäcker* durchsetzte, blieb *Beck* im Oberdeutschen lebendig. Daher stammen die Familiennamen Beck im Süden und Becker eher im Westen und Norden. Auch *Pfister*, ein altes süddeutsches und schweizerisches Wort für Bäcker aus lateinisch *pistor*, lebt als Familienname fort. Mit dem *Becken* (Waschbecken) hat der Beck nichts zu tun – mit frischem Brot dagegen sehr viel.

Wo sagt man Beck statt Bäcker?

Vor allem in Bayern, Baden-Württemberg, Österreich und der Schweiz, meist umgangssprachlich oder mundartlich.

Ist Beck Standarddeutsch?

Nein, es ist ein regionales Wort. Standardsprachlich heißt es Bäcker.

Quellen

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