Absicht: was jemand bewusst erreichen will
Eine Absicht ist das, was jemand bewusst plant oder erreichen will. „Mit Absicht“ bedeutet, dass etwas gewollt und nicht zufällig geschieht.
Hinter fast jeder Handlung steht eine Absicht – auch wenn wir sie nicht immer aussprechen. Ob etwas ein Versehen war oder gewollt, macht im Alltag wie vor Gericht einen großen Unterschied. Gut gemeint ist nicht gut gemacht: Eine gute Absicht garantiert kein gutes Ergebnis.
- Vorhaben, Plan. *Sie hat die Absicht, im Herbst umzuziehen.*
- Bewusstes Wollen (mit Absicht). *Das hat er doch mit Absicht gemacht!*
- Hintergedanke. *Welche Absicht steckt hinter diesem Angebot?*
Formen und Wendungen
| Form | Wendung | Beispiel |
|---|---|---|
| die Absicht | Genus: feminin | Die Absicht war klar. |
| die Absichten | Plural | ernste Absichten |
| mit Absicht | gewollt | Das war mit Absicht. |
| ohne Absicht | ungewollt | Es geschah ohne Absicht. |
| absichtlich | Adjektiv | ein absichtlicher Fehler |
Beispiele
- Ich hatte nicht die Absicht, dich zu verletzen.Typische Entschuldigung; Absicht mit zu-Infinitiv.
- In der Absicht, Geld zu sparen, kaufte er ein altes Auto.Gehobener Satzanfang mit „in der Absicht“.
- Hat er ernste Absichten?Umgangssprachlich: ob jemand eine feste Beziehung will.
Absicht, Ziel und Vorsatz
Die *Absicht* ist der innere Wille, das Ziel der Punkt, den man erreichen möchte. Im Strafrecht spricht man vom *Vorsatz*: Wer eine Tat mit Wissen und Wollen begeht, handelt vorsätzlich. Das Wort Absicht selbst ist von *absehen* abgeleitet, das früher „auf etwas hinsehen, zielen“ bedeutete – wie in *es auf jemanden abgesehen haben*.
Was ist das Gegenteil von „mit Absicht“?
Aus Versehen oder unabsichtlich. Beides zeigt, dass etwas nicht gewollt war.
Sagt man „die Absicht haben zu“ oder „die Absicht zu haben“?
Richtig ist: Ich habe die Absicht, zu kommen – oder kürzer: Ich habe vor zu kommen.