Zirkus: Manege, Artisten und viel Aufhebens

Ein Zirkus ist ein reisendes Unternehmen mit Artisten, Clowns und oft Tieren, das in einem großen Zelt Vorstellungen gibt. Umgangssprachlich bedeutet das Wort auch Durcheinander oder übertriebene Aufregung.

Der Zirkus kommt mit Wohnwagen in die Stadt, stellt ein Zelt auf und verschwindet nach ein paar Tagen wieder. Wer »Zirkus macht«, braucht keine Manege – ein Wartezimmer reicht. Das Wort trägt Glanz und Chaos zugleich in sich.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder ZirkusMaskulinum
Genitivdes Zirkusmeist ohne Endung
Pluraldie Zirkussemit -se
KompositaZirkuszelt, Zirkusdirektorhäufig
SchreibungCircusin Eigennamen

Beispielsätze

Herkunft

Das Wort stammt vom lateinischen *circus* »Kreis«, verwandt mit griechisch *kírkos* »Ring«. Im alten Rom war ein Circus eine lang gestreckte Rennbahn für Wagenrennen; der größte war der Circus Maximus mit Platz für weit über 100.000 Menschen. Der moderne Zirkus mit runder Manege entstand im 18. Jahrhundert in London, als Kunstreiter ihre Pferde im Kreis laufen ließen – die Fliehkraft half ihnen, auf dem Pferderücken zu stehen. Die Rundung von 13 Metern Durchmesser ist bis heute üblich.

Heißt es »des Zirkus« oder »des Zirkusses«?

Standard ist »des Zirkus«; »des Zirkusses« kommt vor, gilt aber als weniger gebräuchlich.

Warum treten in vielen Zirkussen keine Wildtiere mehr auf?

Aus Tierschutzgründen: Mehrere europäische Länder haben Wildtiere wie Tiger oder Elefanten im Zirkus verboten, und viele Zirkusse verzichten freiwillig darauf.

Quellen

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