Zahn: Bedeutung, Formen und bissige Redewendungen
Ein Zahn ist eines der harten Gebilde im Kiefer, mit denen Menschen und Tiere beißen und kauen. Übertragen bezeichnet das Wort spitze Teile, etwa an einem Zahnrad oder Kamm.
Der Zahn sitzt im Kiefer, hilft beim Kauen und sorgt beim Arzt für die meisten Ängste. Kaum ein Körperteil hat so viele Redewendungen hervorgebracht wie der Zahn. Viele davon haben mit Tempo, Prüfung oder Vergänglichkeit zu tun.
- Hartes Gebilde im Kiefer. *Das Kind hat seinen ersten Zahn verloren.*
- Spitze an einem Werkzeug oder Gerät. *Am Zahnrad ist ein Zahn abgebrochen.*
- Umgangssprachlich: Geschwindigkeit. *Der fährt einen ganz schönen Zahn.*
- Veraltet umgangssprachlich: junges Mädchen. *Ein steiler Zahn!*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Zahn | maskulin |
| Genitiv | des Zahn(e)s | beide Formen korrekt |
| Plural | die Zähne | mit Umlaut |
| Diminutiv | das Zähnchen | bei Kindern |
| Komposita | Zahnarzt, Milchzahn, Zahnbürste | sehr häufig |
Beispiele
- Putz dir die Zähne, bevor du ins Bett gehst!Alltag; nicht „die Zähne waschen“.
- Wir müssen einen Zahn zulegen.Redewendung: schneller werden.
- Der Zahn der Zeit nagt an dem alten Haus.Bildlich für Verfall durch das Alter.
Redewendungen rund um den Zahn
- Jemandem auf den Zahn fühlen – jemanden genau prüfen oder ausfragen.
- Sich an etwas die Zähne ausbeißen – an einer Aufgabe scheitern.
- Haare auf den Zähnen haben – schlagfertig, streitbar sein.
- Bis an die Zähne bewaffnet – schwer bewaffnet.
- Herkunft – althochdeutsch *zan(d)*, verwandt mit englisch *tooth* und lateinisch *dens*; alle drei gehen auf dieselbe indogermanische Wurzel zurück.
Wie viele Zähne hat ein Erwachsener?
In der Regel 32 bleibende Zähne einschließlich der Weisheitszähne; Kinder haben 20 Milchzähne.
Was heißt „einen Zahn zulegen“?
Schneller machen. Die Herkunft ist nicht sicher; eine verbreitete Erklärung verweist auf die gezahnte Stange über offenen Herdfeuern, an der man den Kessel einen Zahn tiefer hängte, damit es schneller kochte. Das Gegenteil wäre, sich Ruhe zu gönnen.