Was ist eine Wette? Einsatz, Gewinn und Ehrenwort

Eine Wette ist eine Abmachung, bei der zwei oder mehr Seiten vorhersagen, wie etwas ausgeht; wer falsch liegt, verliert den vereinbarten Einsatz.

Bei einer Wette steht etwas auf dem Spiel: Geld, eine Kiste Bier oder einfach die Ehre. „Wetten, dass …?“ – mit dieser Frage wurde eine ganze Fernsehshow berühmt. Und wer „um die Wette“ läuft, braucht gar keinen Einsatz.

Formen

FormwettenHinweis
Nomendie Wette, die Wettenfeminin
Präsens (er)er wettetich wette, du wettest
Präteritumer wetteteregelmäßig
Partizip IIgewettetPerfekt mit „haben“
KompositaSportwette, Wettbüro, WetteinsatzWett- ohne -e

Beispielsätze

Wette, Wettbewerb und Wettkampf

Das althochdeutsche *wetti* bedeutete „Pfand“: Bei einer Wette hinterlegte man etwas als Sicherheit. Daraus entstanden *Wettbewerb*, *Wettkampf* und *wetteifern* – überall dort, wo man sich mit anderen misst. In Deutschland ist das Wetten mit Geld gesetzlich geregelt; Anbieter von Sportwetten brauchen eine Erlaubnis. Rechtlich ist eine private Wette übrigens eine „unvollkommene Verbindlichkeit“: Ihre Schuld kann man nicht einklagen (§ 762 BGB). Wer die Wette gewinnt, erhält einen Preis oder den Einsatz; wer verliert, hatte einfach Pech.

Kann man Wettschulden einklagen?

Nein. Nach § 762 BGB begründet eine Wette keine einklagbare Verbindlichkeit. Was freiwillig gezahlt wurde, kann man aber auch nicht zurückfordern.

Was ist der Unterschied zwischen Wette und Spiel?

Bei der Wette sagt man ein Ergebnis voraus; beim Glücksspiel entscheidet der Zufall direkt, etwa beim Würfeln.

Quellen

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