Gott – vom Gebet bis zum Gruß im Süden
Gott ist im Monotheismus das höchste, verehrte Wesen, das als Schöpfer der Welt gilt. In vielen Religionen bezeichnet „ein Gott“ eine von mehreren übermenschlichen Gestalten.
Gott bezeichnet im Christentum, Judentum und Islam das eine höchste Wesen; ohne Artikel steht es dann wie ein Eigenname. In der antiken Mythologie gab es dagegen viele Götter. Wer in Bayern oder Österreich „Grüß Gott“ sagt, meint damit meist einfach „Guten Tag“.
- Höchstes Wesen (Monotheismus). *Sie glaubt an Gott.*
- Gottheit (Polytheismus). *Zeus war der oberste Gott der Griechen.*
- Verehrtes Idol (übertragen). *Für seine Fans ist der Gitarrist ein Gott.*
Formen
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus + Artikel | der Gott | Maskulinum |
| Genitiv | des Gottes | „Gottes Wille“ |
| Plural | die Götter | mit Umlaut |
| Femininum | die Göttin | Plural: Göttinnen |
| Adjektive | göttlich, gottlos |
Gott in Beispielsätzen
- Grüß Gott, was darf es sein?Gruß in Süddeutschland und Österreich, nicht unbedingt religiös gemeint.
- Gott sei Dank ist nichts passiert!Ausruf der Erleichterung, auch bei nicht religiösen Menschen.
- Die Römer verehrten viele Götter.Plural bei mythologischen Gottheiten.
Redewendungen
- um Gottes willen – Ausruf des Erschreckens
- weiß Gott – wirklich, tatsächlich („Das ist weiß Gott nicht leicht“)
- wie Gott in Frankreich leben – sehr gut und genussvoll leben
- über Gott und die Welt reden – über alles Mögliche sprechen; die Welt steht hier für alles Irdische
Wie heißt die weibliche Form?
Göttin, etwa „Athene, die Göttin der Weisheit“.
Ist „Grüß Gott“ religiös?
Ursprünglich ja („Grüße dich Gott“ = Gott segne dich, Gott möge dich freundlich ansprechen). Heute ist es in Süddeutschland, Österreich und Südtirol ein ganz normaler Tagesgruß, den auch Menschen ohne Glauben selbstverständlich verwenden. In Norddeutschland sagt man dagegen eher „Moin“ oder „Guten Tag“.