Stress: Anspannung, Ärger und ein englisches Lehnwort

Stress ist eine körperliche und seelische Anspannung durch Belastungen wie Zeitdruck oder Konflikte. Umgangssprachlich bedeutet Stress auch Ärger oder Streit.

Stress ist ein englisches Lehnwort, das im Deutschen völlig heimisch geworden ist. Den biologischen Stressbegriff prägte der Mediziner Hans Selye in den 1930er-Jahren; erst danach wurde aus Stress ein Alltagswort. Heute haben alle Stress: im Job, in der Schule und manchmal sogar im Urlaub. Das Wort ist kurz, ausdrucksstark und passt in jede Lebenslage.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormBeispiel
Genusder Stresspurer Stress
Genitivdes Stressesdie Folgen des Stresses
Plural(keiner)–
Adjektivstressig / gestresstein stressiger Tag
VerbstressenDas stresst mich.

Beispiele

Guter und schlechter Stress

Die Stressforschung unterscheidet *Eustress*, also positiv erlebte Anspannung, etwa vor einem Wettkampf, von *Distress*, der krank machen kann. Bei Dauerstress schüttet der Körper vermehrt Cortisol aus. In der deutschen Aussprache hört man meist ein *scht* am Anfang, also „Schtress“; die englische Aussprache mit *s* ist ebenfalls korrekt. Beides wird überall verstanden.

Hat Stress einen Plural?

Nein. Für verschiedene Belastungen sagt man Stressfaktoren oder Belastungen.

Ist „Stress machen“ Hochdeutsch?

Es ist umgangssprachlich. In formellen Texten heißt es eher Ärger verursachen oder Druck ausüben.

Quellen

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