Schluss: das Ende, die Folgerung und das Schlussmachen
Der Schluss ist das Ende von etwas, aber auch eine logische Folgerung. „Schluss machen“ bedeutet beenden – oft eine Liebesbeziehung.
Schluss gehört zu *schließen* – und wie eine Tür kann man auch ein Gespräch, eine Beziehung oder einen Gedankengang schließen. Wer einen Schluss zieht, ist mit dem Denken nicht am Ende, sondern an einem Ergebnis.
- Ende. *Zum Schluss gab es noch ein Feuerwerk.*
- Folgerung. *Daraus ziehe ich den Schluss, dass er gelogen hat.*
- Beendigung einer Beziehung. *Sie hat mit ihm Schluss gemacht.*
- Das Schließen (in Komposita). *Ladenschluss ist um 20 Uhr.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus und Artikel | der Schluss | der Schluss des Films |
| Genitiv | des Schlusses | vor Beginn des Schlusses |
| Plural | die Schlüsse | falsche Schlüsse |
| Alte Schreibung | Schluß (bis 1996) | heute: Schluss |
| Komposita | Kurzschluss, Beschluss, Schlusslicht | das Schlusslicht der Tabelle |
Beispielsätze
- Schluss jetzt, ab ins Bett!Kurzer Befehl; sehr gebräuchlich gegenüber Kindern.
- Für heute machen wir Schluss.Neutral: die Arbeit beenden.
- Der Verein ist Schlusslicht der Liga.*Schlusslicht* = der Letzte in einer Rangfolge.
Schluss, Ende, Abschluss
- Schluss — der letzte Teil oder das Aufhören: *der Schluss des Romans*.
- Ende — allgemeiner Endpunkt in Raum und Zeit: *am Ende der Straße*.
- Abschluss — das ordentliche Beenden, auch ein Bildungsabschluss: *der Schulabschluss*.
- Beschluss — eine Entscheidung eines Gremiums, kein Ende.
- Seit der Reform von 1996 steht nach kurzem Vokal *ss*: *Schluss*, aber *schließen* mit ß nach langem Vokal.
Was bedeutet „Schluss machen“?
Allgemein etwas beenden. Umgangssprachlich meint es meist, eine Liebesbeziehung zu beenden: *Er hat per Nachricht Schluss gemacht.*
Was ist ein Trugschluss?
Eine Folgerung, die überzeugend wirkt, aber falsch ist. Das Gegenstück zum Schluss im Sinne von Ende ist der Anfang.