Presse: von der Druckmaschine zur vierten Gewalt

Die Presse ist zum einen ein Gerät, das durch Druck etwas formt oder auspresst, zum anderen die Gesamtheit der Zeitungen, Zeitschriften und Journalisten.

Die Presse hat zwei Gesichter: Sie presst Saft aus Orangen, und sie berichtet über Politik. Beide Bedeutungen hängen eng zusammen. Die Zeitungen heißen Presse, weil sie einst auf einer Presse gedruckt wurden. Heute meint man damit oft alle Medien und die Menschen, die dort arbeiten.

Formen und Komposita

FormBedeutungBeispiel
die PresseGenus: femininDie Presse fragt nach.
die PressenPlural (Maschinen)hydraulische Pressen
PressefreiheitGrundrechtdie Pressefreiheit schützen
PressekonferenzTermin mit Journalistenzur Pressekonferenz laden
KnoblauchpresseKüchengerätdie Knoblauchpresse spülen

Beispiele

Druckerpresse und vierte Gewalt

Das Wort stammt aus mittellateinisch *pressa* und gehört zu *premere* „drücken“. Um 1450 entwickelte Johannes Gutenberg in Mainz den Buchdruck mit beweglichen Lettern; dabei nutzte er eine Presse, wie man sie vom Weinbau kannte. Weil Zeitungen gedruckt wurden, übertrug sich der Name auf sie. In Deutschland ist die Pressefreiheit in Artikel 5 des Grundgesetzes garantiert; man nennt die Presse auch die *vierte Gewalt* neben Gesetzgebung, Regierung und Rechtsprechung.

Hat Presse einen Plural?

Ja, die Pressen – aber fast nur für Maschinen. Für die Medien benutzt man den Singular.

Was bedeutet „in die Presse kommen“?

In Zeitungen erwähnt werden, oft durch ein Ereignis, das öffentlich Aufsehen erregt.

Quellen

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