Pelz oder Fell? Bedeutung, Gebrauch und Redewendungen

Ein Pelz ist das dichte, behaarte Fell bestimmter Tiere sowie daraus gefertigte Kleidung. Umgangssprachlich steht das Wort auch für einen Pelzmantel.

Lange war der Pelz ein Zeichen von Reichtum, heute ist er vor allem ein Streitthema. Das Wort bezeichnet das dichte Fell eines Tieres – und das, was der Kürschner daraus macht. Ein Pelz wärmt doppelt: einst das Tier, dann den Menschen.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Pelzmaskulin
Genitivdes Pelzes-es
Pluraldie Pelze-e
Adjektivpelzigauch: belegt (pelzige Zunge)
KompositaPelzmantel, Kunstpelz, Pelztierhäufig

Beispielsätze

Pelz, Fell und Herkunft

Im Alltag werden Fell und Pelz oft vermischt. Fell ist das allgemeinere Wort: Jedes Säugetier mit Haaren hat eines, auch der Hund. Pelz meint vor allem das besonders dichte, weiche Haarkleid und – fast immer – das zu Kleidung verarbeitete Fell. Das Wort selbst kam über mittelhochdeutsch *bellez* aus dem mittellateinischen *pellicia*, zu lateinisch *pellis* „Haut“. Ein Kürschner ist übrigens der Handwerker, der Pelze verarbeitet – ein Beruf, der heute selten geworden ist.

Was bedeutet „jemandem auf den Pelz rücken“?

Jemandem lästig nahekommen, ihn bedrängen – räumlich oder mit Forderungen.

Ist Pelz heute verboten?

In Österreich ist die Pelztierzucht verboten, in Deutschland gibt es wegen strenger Auflagen keine Pelzfarmen mehr. Der Verkauf von Mänteln mit Pelz ist meist erlaubt.

Quellen

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