Marge: der Spielraum zwischen Kosten und Preis

Marge bezeichnet in der Wirtschaft die Differenz zwischen Einkaufs- oder Herstellungskosten und Verkaufspreis, also die Gewinnspanne. Allgemein meint sie einen Spielraum oder eine Spanne.

Die Marge ist ein Kernbegriff des Handels: Sie zeigt, wie viel vom Preis nach Abzug der Kosten übrig bleibt. Eine hohe Marge bedeutet nicht automatisch viel Gewinn – entscheidend ist auch, wie viel man verkauft. Supermärkte etwa verdienen pro Artikel wenig, aber an sehr vielen Artikeln.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Margefeminin
Pluraldie Margen
Aussprache[ˈmarʒə]französisches g wie in Garage
SynonymSpanne, Handelsspanne
KompositaGewinnmarge, Bruttomarge, NettomargeFachsprache

Beispiele

Herkunft

Marge kam im 19. Jahrhundert aus dem Französischen ins Deutsche. Französisch *marge* bedeutet ursprünglich „Rand“, etwa den Rand einer Buchseite, und geht auf lateinisch *margo* „Rand, Grenze“ zurück. Aus derselben Quelle stammt englisch *margin*. Das Bild ist anschaulich: Die Marge ist der Rand, der zwischen Kosten und Preis frei bleibt. Wer keine Marge hat, bewegt sich also buchstäblich am Rand.

Ist Marge dasselbe wie [Gewinn](/dictionary/gewinn)?

Nicht ganz. Die Marge ist die Spanne pro Stück oder in Prozent des Umsatzes; der Gewinn ergibt sich erst aus Marge mal Menge abzüglich weiterer Kosten.

Wie spricht man Marge aus?

Französisch: Das g klingt weich wie in Garage, also etwa MAR-sche.

Quellen

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