Warum heißt der Mai Wonnemonat?
Der Mai ist der fünfte Monat des Jahres und hat 31 Tage. Er gilt als Frühlingsmonat schlechthin und beginnt mit dem Feiertag am 1. Mai.
Der Mai folgt auf den launischen April und bringt in Mitteleuropa Blüten, Wärme und viele Feiertage. „Alles neu macht der Mai“ heißt es in einem bekannten Kinderlied – und tatsächlich steht der Monat für Neubeginn. Ein altes deutsches Wort für ihn ist „Wonnemonat“.
- Fünfter Monat. *Wir heiraten im Mai.*
- Frühling, Blütezeit (poetisch). *Der Mai ist gekommen, die Bäume schlagen aus.* (Volkslied nach Emanuel Geibel)
- Übertragen: Jugend, beste Zeit. *Sie stand im Mai ihres Lebens.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Mai | ein sonniger Mai |
| Genitiv | des Mai / des Mai(e)s | Anfang des Mai |
| Plural | selten: die Maie | – |
| Kompositum | der Maibaum | den Maibaum aufstellen |
| Kompositum | das Maiglöckchen | duftende Maiglöckchen |
Beispielsätze
- Am 1. Mai ist Feiertag.Tag der Arbeit in Deutschland und Österreich; in der Schweiz nur in einigen Kantonen arbeitsfrei.
- In Bayern und Österreich wird ein Maibaum aufgestellt.Alter Brauch; Nachbarorte versuchen manchmal, ihn zu stehlen.
- Wir treffen uns Mitte Mai.Monatsnamen stehen nach Präpositionen ohne Artikel: „im Mai“, „Ende Mai“.
Herkunft
Der Name stammt vom lateinischen *Maius*, dem Monat der Göttin Maia, die mit Wachstum und Fruchtbarkeit verbunden wurde. Germanische Monatsnamen wie „Wonnemond“ hielten sich lange, wurden aber vom römischen Kalender verdrängt. Karl der Große soll den Mai „Wunnimanoth“ genannt haben, was später zu „Wonnemonat“ umgedeutet wurde.
Wie viele Tage hat der Mai?
Der Mai hat 31 Tage. Auf ihn folgt der Juni mit 30 Tagen.
Was bedeutet „Wonnemonat“?
Ein poetischer Name für den Mai. Er geht auf althochdeutsch „wunnimanod“ zurück, das wohl „Weidemonat“ bedeutete; später verstand man es als Monat der Wonne, also der Freude.