Korb: Behälter, Treffer und Absage

Ein Korb ist ein geflochtener oder gitterartiger Behälter mit Henkel oder Griffen. Übertragen ist ein »Korb« eine Absage, und im Basketball ist er das Ziel und der Treffer.

Der Korb ist eines der ältesten Gefäße der Menschheit: geflochten aus Weiden, Binsen oder Stroh, leicht und luftig. Man trägt darin Brot, Wäsche oder Pilze. Einen Korb kann man füllen, werfen – oder, weniger angenehm, bekommen. Die letzte Bedeutung ist eine der bekanntesten Redewendungen des Deutschen.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder Korbmaskulin
Genitivdes Korb(e)sbeide üblich
Pluraldie Körbemit Umlaut
Diminutivdas Körbchenauch: BH-Körbchen, Hundekörbchen
KompositaEinkaufskorb, Papierkorb, Strandkorbsehr häufig

Beispiele

Warum ein Korb eine Absage ist

Hinter einen Korb geben steckt eine mittelalterliche Erzählung: Eine Dame zog ihren Verehrer in einem Korb zu ihrem Fenster hoch. Wollte sie ihn nicht, ließ sie ihn auf halber Höhe hängen oder gab ihm einen Korb mit lockerem Boden, durch den er fiel. Daraus wurde später ein symbolischer bodenloser Korb als Zeichen der Ablehnung. Ob das wirklich so praktiziert wurde, ist nicht sicher, die Geschichte war aber weit verbreitet. Der Strandkorb stammt übrigens aus Rostock: Der Korbmacher Wilhelm Bartelmann baute ihn 1882 für eine Kundin mit Rheuma.

Was bedeutet »einen Korb bekommen«?

Abgewiesen werden, besonders bei einer Einladung oder Liebeserklärung.

Wie lautet der Plural von Korb?

Der Plural lautet die Körbe.

Quellen

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