Kaserne oder Lager? Wo Soldaten wohnen und ausgebildet werden

Eine Kaserne ist ein Gebäude oder Gebäudekomplex, in dem Soldaten untergebracht sind, ausgebildet werden und Dienst tun. Übertragen nennt man auch große, eintönige Wohnblocks so.

In der Kaserne lebt und arbeitet die Truppe: Hier schlafen Soldaten, exerzieren auf dem Hof und lagern ihre Ausrüstung. Für viele junge Männer war sie zur Zeit der Wehrpflicht der erste Ort fern von zu Hause. Die Kaserne ist mehr als ein Gebäude – sie ist eine eigene kleine Welt mit Wache, Kantine und strengen Regeln.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Kasernefeminin
Pluraldie Kasernen–
Verbkasernierenin einer Kaserne unterbringen
KompositaMietskaserne, Kasernenhof–
ÖsterreichKaserne, Pl. Kasernengleich wie Deutschland

Beispiele

Herkunft: ein Raum für vier

Das Wort kam im 17. Jahrhundert aus dem Französischen *caserne* ins Deutsche. Dieses geht über das Provenzalische auf lateinisch *quaterna* „je vier“ zurück. Ursprünglich bezeichnete es eine kleine Wachstube für vier Soldaten an einer Festungsmauer. Aus dem engen Schutzraum wurde im Lauf der Zeit der große Gebäudekomplex, den man heute mit der Armee verbindet.

Wie heißt die Kaserne in der Schweiz?

Ebenfalls Kaserne. Bekannt ist etwa die ehemalige Kaserne in Basel, heute ein Kulturzentrum.

Was ist eine Mietskaserne?

Ein dicht bebautes, mehrstöckiges Mietshaus mit engen Hinterhöfen, typisch für das Berlin der Kaiserzeit. Das Wort ist kritisch gemeint.

Quellen

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