Hebamme: Wer hebt hier eigentlich wen?

Eine Hebamme ist eine ausgebildete Fachkraft, die Schwangere berät, bei der Geburt hilft und Mutter und Kind im Wochenbett betreut.

Die Hebamme ist bei den meisten Geburten in Deutschland dabei, oft sogar ohne Ärztin oder Arzt. Die Geburtshilfe ist einer der ältesten Berufe der Welt, und das Wort Hebamme ist fast genauso alt. Hebammen begleiten Frauen von der Vorbereitung auf die Geburt bis zum Ende der Stillzeit.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Hebammefeminin
Genitivder Hebammeunverändert
Pluraldie Hebammenregelmäßig
Männlichdie Hebamme / der Entbindungspflegerseit 2020 gilt „Hebamme“ für alle
KompositaHebammenpraxis, Beleghebamme, FamilienhebammeBerufsbegriffe

Beispielsätze

Herkunft: die Ahnin, die das Kind hebt

Das Wort geht auf althochdeutsch *hevianna* zurück. Der erste Teil gehört zu *heben*, der zweite zu *ana*, „Großmutter, Ahnin“. Gemeint war die erfahrene ältere Frau, die das Neugeborene hochhebt. Später lehnte man das unverständlich gewordene Wort an *Amme* an, also an die Frau, die ein fremdes Kind stillt. So wurde aus der „hebenden Ahnin“ die Heb-Amme, obwohl sie gar nicht stillt. Solche Umdeutungen nennt man Volksetymologie. Das Hebammengesetz von 2020 bestimmt, dass auch Männer im Beruf offiziell *Hebamme* heißen.

Wie heißt eine männliche Hebamme?

Früher *Entbindungspfleger*; seit dem Hebammengesetz 2020 ebenfalls Hebamme.

Zahlt die Krankenkasse die Hebamme?

In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Kassen die Hebammenhilfe in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Quellen

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