Von der Stirn zur Wetterfront: das Wort Front

Die Front ist die Vorderseite eines Gebäudes oder einer Gruppe, im Krieg die Kampflinie und in der Meteorologie die Grenze zwischen warmer und kalter Luft.

Das Wort Front hat eine erstaunliche Karriere hinter sich. Es beginnt bei der Stirn eines Menschen und endet in Wetterkarten und Parteistreits. Wer Front macht, stellt sich jemandem frontal entgegen.

Formen und Komposita

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Front (feminin)an der Front
Genitivder Frontdie Breite der Front
Pluraldie Frontenklare Fronten
Adjektivfrontalein Frontalzusammenstoß
KompositumKaltfront, Warmfronteine Warmfront zieht auf

Beispielsätze

Herkunft: von der Stirn

*Front* kam im 17. Jahrhundert aus dem Französischen (*front*, „Stirn, Vorderseite“) ins Deutsche. Dahinter steht lateinisch *frons*, Genitiv *frontis*, „Stirn“. Das Bild ist einfach: Die Stirn ist die Seite, die man dem Gegenüber zuwendet. Zunächst war es ein Begriff der Militärsprache für die vordere Linie einer Truppe. Die Meteorologie übernahm ihn erst um 1919: Norwegische Forscher verglichen die aufeinandertreffenden Luftmassen mit Armeen an einer Frontlinie.

Was ist eine Kaltfront?

Die Grenzzone, an der kalte Luft warme Luft verdrängt; oft mit Schauern und Wind.

Ist „Front“ immer militärisch?

Nein. Im Alltag meint es oft einfach die Vorderseite, etwa von Häusern oder Geräten.

Quellen

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