Enkelin: die Tochter des eigenen Kindes

Eine Enkelin ist die Tochter des eigenen Sohnes oder der eigenen Tochter. Sie ist die weibliche Form von Enkel; zusammen spricht man von Enkelkindern.

Mit der Enkelin rückt die Familie eine Generation weiter. Großeltern beschreiben die Geburt eines Enkelkinds oft als zweite Chance, ohne den Druck der eigenen Elternschaft. Eine Enkelin macht aus Eltern über Nacht Großeltern. Das Wort ist die weibliche Form von Enkel.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Enkelinfeminin
Genitivder Enkelinunverändert
Pluraldie EnkelinnenDoppel-n
Maskulinder EnkelPlural die Enkel
WeitereUrenkelin, Enkelkind, EnkeltochterVarianten

Beispiele

Herkunft: das „kleine Ahnchen“

Das Wort Enkel hat eine überraschende Herkunft. Es geht auf das althochdeutsche *eninchilī(n)* zurück, eine Verkleinerung von *ano* (Großvater, Ahn). Ein Enkel war also wörtlich ein „kleiner Großvater“ – wohl, weil Enkel oft nach ihren Großeltern benannt wurden. Die Enkelin ist daraus mit der Endung *-in* gebildet. Im Mittelhochdeutschen konnte auch *neve*, der Vorläufer von Neffe, einen Enkel bezeichnen; die Verwandtschaftswörter waren damals weniger scharf getrennt.

Was ist eine Urenkelin?

Die Tochter eines Enkelkindes, also die Enkelin des eigenen Kindes. Entsprechend heißt die Großmutter einer Urenkelin Urgroßmutter.

Wie heißt der Plural?

Die Enkelinnen. Geschlechtsneutral sagt man die Enkelkinder oder die Enkel.

Quellen

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