Drama: vom griechischen Theater zum Alltagsstress

Ein Drama ist ein Bühnenstück mit Dialogen und einer konfliktreichen Handlung, besonders ein ernstes. Umgangssprachlich bezeichnet es ein aufregendes, oft trauriges Ereignis oder übertriebene Aufregung.

Ein Drama gehört auf die Bühne – zumindest ursprünglich. Heute erleben wir Dramen auch beim Umzug, im Fußballstadion und in der eigenen Familie. „Mach kein Drama!“ heißt: Übertreib nicht so. Das Gegenstück zum ernsten Drama ist die Komödie.

Formen und Wortfamilie

MerkmalFormBeispiel
Genusdas Drama (neutral)ein spannendes Drama
Genitivdes Dramasder Held des Dramas
Pluraldie DramenDramen von Goethe
Adjektivdramatischeine dramatische Rettung
PersonDramatiker(in)ein bekannter Dramatiker

Beispielsätze

Herkunft und Aufbau

*Drama* kommt über das Lateinische aus dem Griechischen: *drâma* bedeutet „Handlung“, von *drân*, „tun, handeln“. Im Drama wird also nicht erzählt, sondern gehandelt – die Figuren sprechen selbst. Der Schriftsteller Gustav Freytag beschrieb 1863 in *Die Technik des Dramas* den klassischen Aufbau als Pyramide aus fünf Teilen: Exposition, steigende Handlung, Höhepunkt, fallende Handlung mit retardierendem Moment und Katastrophe. Dieses Schema lernen Schüler bis heute. Wer ein Stück im Theater sieht, erkennt die Stufen oft wieder.

Wie lautet der Plural von Drama?

*Die Dramen*. Die Form „Dramas“ ist nur der Genitiv Singular.

Ist ein Drama immer traurig?

Nicht unbedingt, aber es ist ernst und konfliktreich. Heitere Stücke heißen Komödien.

Quellen

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