Dienst: Arbeit, Hilfe und Amt – und warum der Dienstag nichts damit zu tun hat
Dienst bezeichnet eine berufliche Tätigkeit oder Arbeitszeit, eine Hilfeleistung für andere sowie eine Behörde oder Einrichtung, etwa den Rettungsdienst.
Das Wort Dienst verbindet Arbeit mit Pflichtgefühl. Polizei, Krankenhaus und Feuerwehr haben Dienstpläne, Schichten und Bereitschaft. „Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps“ – das Sprichwort trennt Arbeit und Vergnügen bis heute.
- Berufliche Tätigkeit, Arbeitszeit. *Er hat heute Nachtdienst.*
- Hilfe, Gefälligkeit. *Du hast mir einen großen Dienst erwiesen.*
- Einrichtung, Organisation. *Der Rettungsdienst war schnell vor Ort.*
- Funktion eines Geräts. *Der alte Drucker hat seinen Dienst getan.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Dienst | der öffentliche Dienst |
| Genitiv | des Dienst(e)s | Ende des Dienstes |
| Plural | die Dienste | Dienste anbieten |
| Verb | dienen | dem Land dienen |
| Kompositum | der Geheimdienst | ein ausländischer Geheimdienst |
Typische Sätze
- Ich bin heute im Dienst und kann nicht telefonieren.„Im Dienst“ heißt: während der Arbeitszeit.
- Der Polizist wurde vom Dienst suspendiert.Formell, Amtssprache.
- Das Auto hat endlich den Dienst versagt.Gehoben-scherzhaft für „ist kaputtgegangen“.
Dienst oder Dienstag?
Viele vermuten, der Dienstag sei der Tag des Dienstes. Das stimmt nicht. Der Name geht auf das mittelniederdeutsche *dingesdach* zurück und erinnert an den germanischen Gott *Thingsus*, den Beschützer des Things, also der Volksversammlung. Dienst dagegen kommt vom althochdeutschen *dionōst* und gehört zum Verb *dienen*. Die Ähnlichkeit ist reiner Zufall – genauso wie man den Freitag nicht mit „frei“ verbinden sollte. Wer Arbeit allgemein meint, sagt eher Job.
Was ist der öffentliche Dienst?
Alle Beschäftigten von Bund, Ländern und Gemeinden, etwa in Behörden, Schulen oder bei der Polizei.
Was heißt „gute Dienste leisten“?
Etwas oder jemand ist sehr nützlich gewesen.