Chirurg: Der Arzt, der operiert
Ein Chirurg ist ein Arzt, der Krankheiten und Verletzungen durch Operationen behandelt. Die weibliche Form ist Chirurgin, das Fachgebiet heißt Chirurgie.
Ein Chirurg greift ein, wo Medikamente nicht reichen: Er öffnet, repariert, entfernt und näht. Dafür braucht er ruhige Hände und viel Erfahrung. Der Chirurg ist wörtlich ein „Handwerker“ – nur dass sein Werkstück ein Mensch ist. Chirurgen arbeiten im Operationssaal einer Klinik, oft in Teams mit Narkoseärzten und Pflegekräften.
- Arzt, der operiert. *Der Chirurg entfernte den Blinddarm in einer halben Stunde.*
- Facharzt für Chirurgie. *Sie macht ihre Ausbildung zur Chirurgin.*
- Übertragen: präzise arbeitender Mensch. *Der Mittelfeldspieler spielte seine Pässe mit der Präzision eines Chirurgen.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Chirurg | maskulin |
| Genitiv | des Chirurgen | schwache Deklination |
| Plural | die Chirurgen | |
| Weiblich | die Chirurgin, die Chirurginnen | |
| Fachgebiet | die Chirurgie | adjektivisch: chirurgisch |
Beispiele
- Ich habe heute einen Termin beim Chirurgen.Dativ mit -en: beim Chirurgen, nicht „beim Chirurg“.
- Die Chirurgin hat die Operation erfolgreich beendet.Weibliche Form.
- Der Eingriff war chirurgisch kompliziert.Adjektiv „chirurgisch“.
Herkunft und Aussprache
- Herkunft: Griechisch *cheirurgós* aus *cheír* „Hand“ und *érgon* „Werk“ – also jemand, der mit den Händen arbeitet; über das Lateinische *chirurgus* kam das Wort ins Deutsche.
- Geschichte: Bis ins 18. Jahrhundert galten Wundärzte und Bader als Handwerker und standen unter den studierten Ärzten; erst danach wurde die Chirurgie eine angesehene akademische Disziplin.
- Aussprache: In Norddeutschland wird das Ch meist wie in *ich* gesprochen, im Süden und in Österreich oft wie *K*.
Heißt es „beim Chirurg“ oder „beim Chirurgen“?
Richtig ist „beim Chirurgen“. Chirurg ist ein schwaches Nomen und bekommt außer im Nominativ Singular die Endung -en.
Was macht ein Chirurg?
Er behandelt Krankheiten und Verletzungen durch Operationen, etwa an Knochen, Organen oder Gefäßen.