Amateur: ein Liebhaber seines Fachs – und manchmal ein Stümper
Ein Amateur betreibt eine Tätigkeit aus Freude und nicht als Beruf, etwa im Sport, in der Fotografie oder Musik. Abwertend bezeichnet das Wort auch jemanden ohne Können.
Ein Amateur macht etwas, weil er es liebt – nicht, weil er damit Geld verdient. So steht es schon im Wort selbst, denn es kommt über das Französische von lateinisch *amator*, „Liebhaber“. Ursprünglich war der Amateur also ein Verehrer seiner Sache, kein Anfänger. Erst später bekam das Wort den abwertenden Beiklang des Unprofessionellen.
- Jemand, der eine Tätigkeit als Hobby betreibt. *Im Verein spielen nur Amateure.*
- Sport: Nicht-Profi, Teilnehmer ohne Bezahlung. *Der Pokal ist für Amateure offen.*
- Abwertend: Stümper, Dilettant. *Da waren echte Amateure am Werk!*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Amateur | maskulin |
| Femininum | die Amateurin | Plural: Amateurinnen |
| Genitiv | des Amateurs | – |
| Plural | die Amateure | Aussprache [amaˈtøːɐ̯] |
| Ableitungen | amateurhaft, Amateurfunk | „amateurhaft“ meist negativ |
Amateur in Beispielen
- Er ist Amateurfotograf, aber seine Bilder hängen in Galerien.Neutral: Hobby, nicht Beruf.
- Die Amateurmannschaft schlug den Erstligisten im Pokal.Sportsprache; Gegenbegriff zu „Profiklub“.
- Das Video wirkt ziemlich amateurhaft.Abwertend: technisch schwach, unprofessionell.
Amateur, Laie, Dilettant – feine Unterschiede
- Amateur – betreibt etwas aus Leidenschaft; kann durchaus ein Talent sein.
- Laie – hat keine Fachausbildung, etwa in Medizin oder Recht; das Gegenteil ist der Fachmann oder Experte.
- Dilettant – kam von italienisch *dilettare* „erfreuen“ und war einst ebenfalls positiv; heute klar abwertend.
- Profi – das Gegenteil: verdient mit der Tätigkeit seinen Lebensunterhalt.
Ist „Amateur“ immer abwertend?
Nein. Im Sport und bei Hobbys ist es neutral. Abwertend wird es erst, wenn man mangelndes Können meint.
Wie spricht man Amateur aus?
Französisch: [amaˈtøːɐ̯], mit Betonung auf der letzten Silbe.