Teppich: Bodenbelag aus Gewebe – und manches, was darunter verschwindet

Ein Teppich ist ein gewebter, geknüpfter oder getufteter Belag aus Textil, der auf dem Boden liegt oder an der Wand hängt. Übertragen bezeichnet er eine dichte, flächige Schicht.

Der Teppich macht einen Raum warm und leise. Er liegt auf dem Boden, manchmal hängt er als Kunstwerk an der Wand. Was man unter den Teppich kehrt, ist nicht verschwunden – es liegt nur unter den Füßen aller.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusder TeppichMaskulinum
Genitivdes Teppichsmit -s
Pluraldie TeppicheDativ: den Teppichen
KompositaPerserteppich, Teppichbodenhäufig
Kompositaroter Teppichfür Ehrengäste

Beispielsätze

Herkunft

Das Wort kam schon in althochdeutscher Zeit ins Deutsche: *teppīh* stammt über das Lateinische (*tapetum*) aus dem Griechischen *tápēs* »Decke, Teppich«. Dieselbe Wurzel steckt in *Tapete*: Wände wurden früher mit Stoffen behängt, bevor man Papier klebte. Wer einen Teppichboden hat, besitzt also einen Belag, dessen Name auf eine griechische Decke zurückgeht – passend, denn das griechische Wort meinte ursprünglich ganz allgemein eine Decke zum Ausbreiten.

Was ist der Unterschied zwischen Teppich und Teppichboden?

Ein Teppich liegt lose und lässt sich aufrollen; Teppichboden ist von Wand zu Wand verlegt und fest verklebt oder gespannt.

Was bedeutet »auf dem Teppich bleiben«?

Realistisch, bescheiden und sachlich bleiben, nicht abheben.

Quellen

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