Was bedeutet „surfen“? Auf Wellen und im Internet
Surfen heißt, auf einem Brett über Wellen zu gleiten. Übertragen bedeutet es, sich im Internet von Seite zu Seite zu bewegen.
Surfen ist ein englisches Lehnwort, das im Deutschen ganz regelmäßig konjugiert wird. Es stammt vom Wellenreiten, kam aber mit dem Internet zu einer zweiten Karriere. Wer heute „surfen“ sagt, meint oft gar nicht das Meer, sondern das Herumklicken im Netz.
- Auf einem Brett über Wellen gleiten. *An der Atlantikküste kann man gut surfen.*
- Windsurfen, mit Segel auf dem Brett. *Auf dem Gardasee surfen viele.*
- Im Internet stöbern. *Er surft stundenlang auf Videoseiten.*
Konjugation
| Form | Wort | Hinweis |
|---|---|---|
| Infinitiv | surfen | regelmäßig |
| Präsens (er) | er surft | — |
| Präteritum | er surfte | schwach |
| Partizip II | gesurft | mit ge- |
| Perfekt-Hilfsverb | haben / sein | sein bei Ortswechsel |
surfen in Beispielsätzen
- Ich habe den ganzen Nachmittag gesurft.Ohne Zielangabe meist mit haben.
- Sie ist bis zur Insel gesurft.Mit Ortsveränderung auch mit sein, ähnlich wie bei „segeln“ oder „schwimmen“.
- Kinder sollten nicht unbeaufsichtigt im Netz surfen.„im Netz/Internet surfen“ ist eine feste Verbindung.
Wortfamilie und Herkunft
- der Surfer, die Surferin – Person, die surft
- das Surfbrett – Brett zum Wellenreiten
- das Wellenreiten – deutsches Wort für Surfen auf Wellen
- die Herkunft – englisch *surf* „Brandung“; das Wellenreiten selbst stammt aus Hawaii und Polynesien
- die Übertragung aufs Internet – den übertragenen Gebrauch prägte 1992 ein Artikel von Jean Armour Polly („Surfing the Internet“)