Samurai: der Krieger des alten Japan
Ein Samurai war ein Angehöriger des japanischen Kriegeradels, der einem Fürsten diente. Die Samurai prägten Japan vom Mittelalter bis zur Abschaffung ihres Standes im 19. Jahrhundert.
Der Samurai ist die japanische Entsprechung zum europäischen Ritter: Krieger, Adliger und Vasall zugleich. Sein Kennzeichen war das lange, gekrümmte Schwert, das Katana. Ein Samurai ohne Herrn war kein freier Mann, sondern ein Ronin – ein »Wellenmann«, der ziellos umhertrieb. Der Begriff fasziniert bis heute Film, Literatur und Kampfsport.
- Japanischer Krieger des Adelsstandes. *Die Samurai dienten ihrem Daimyō bis in den Tod.*
- Übertragen: disziplinierter, kompromissloser Mensch. *Er trainiert wie ein Samurai.*
Formen
| Merkmal | Form | Hinweis |
|---|---|---|
| Genus | der Samurai | maskulin |
| Genitiv | des Samurai / Samurais | beide möglich |
| Plural | die Samurai / Samurais | japanisch kennt keinen Plural |
| Herrenloser Samurai | der Ronin | wörtlich: Wellenmann |
| Komposita | Samuraischwert, Samuraifilm | häufig |
Beispiele
- Kurosawas »Die sieben Samurai« ist ein Klassiker des Kinos.Film von 1954; Vorbild für »Die glorreichen Sieben«.
- Die Samurai folgten dem Ehrenkodex Bushidō.»Weg des Kriegers«; vieles davon wurde erst später idealisiert.
- 1876 wurde das Tragen von Schwertern verboten.Ende der Samurai als Stand in der Meiji-Zeit.
Wort und Geschichte
Das Wort kommt vom altjapanischen Verb *saburau* »dienen, aufwarten«. Ein Samurai war also ursprünglich ein Diener – ein Gefolgsmann im Dienst eines Fürsten. Erst im Lauf der Jahrhunderte wurde daraus eine stolze Kriegerkaste. Mit der Modernisierung Japans ab 1868 verlor der Stand seine Privilegien; 1876 untersagte die Regierung das öffentliche Tragen von Schwertern. Wer mehr über Japan lesen möchte, findet im Wörterbuch auch den Eintrag Japaner.
Wie lautet der Plural von Samurai?
Im Deutschen sind die Samurai und die Samurais beide möglich; die endungslose Form ist näher am Japanischen.
Was ist ein Ronin?
Ein Samurai, der seinen Herrn verloren hatte und deshalb ohne Dienst umherzog.