Ratte oder Maus? Das kluge Nagetier und sein schlechter Ruf

Die Ratte ist ein mittelgroßes Nagetier mit langem, nacktem Schwanz, das oft in der Nähe des Menschen lebt. Als Schimpfwort bezeichnet sie einen hinterhältigen Menschen.

Die Ratte ist größer als eine Maus und erstaunlich intelligent. Kaum ein Tier hat einen so schlechten Ruf und zugleich so viele Freunde unter Heimtierhaltern. In Sprichwörtern steht sie für Feigheit, in Komposita manchmal sogar für Begeisterung.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusdie Ratteeine zahme Ratte
Genitivder Ratteder Schwanz der Ratte
Pluraldie RattenRatten bekämpfen
Männlichder Rattenbockein kräftiger Rattenbock
KompositaWanderratte, Landratteeine echte Landratte

Ratte im Satz

Wanderratte und Hausratte

Im deutschsprachigen Raum lebt heute vor allem die Wanderratte. Sie kam erst im 18. Jahrhundert nach Mitteleuropa und verdrängte die kleinere Hausratte, die schon im Mittelalter verbreitet war. Ratten galten lange als Hauptschuldige der Pest; die Krankheit wurde aber vor allem durch Flöhe übertragen, die auf den Tieren lebten. Das Bild der Ratten, die ein Schiff verlassen, beruht auf der Beobachtung, dass sie bei Wassereinbruch als Erste an Deck flüchten.

Sind Ratten gute Haustiere?

Viele halten Farbratten als Heimtiere, weil sie zutraulich und lernfähig sind. Sie sollten nie allein gehalten werden.

Ist „Ratte“ als Schimpfwort sehr grob?

Ja, es unterstellt Verrat oder Hinterlist und ist deutlich beleidigend.

Quellen

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