Nadel oder Nähnadel? Ein kleines Wort mit vielen Spitzen

Eine Nadel ist ein dünner, spitzer Gegenstand aus Metall, etwa zum Nähen, Stecken oder Spritzen. Auch die schmalen Blätter von Tannen und Kiefern heißen Nadeln.

Die Nadel ist eines der ältesten Werkzeuge der Menschheit: Schon in der Steinzeit nähte man mit Nadeln aus Knochen. Eine Nadel ist klein, aber ohne sie hielte kein Kleidungsstück zusammen. Heute gibt es sie in unzähligen Formen, vom Nähkästchen bis zur Arztpraxis.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Nadelfeminin
Genitivder Nadelunverändert
Pluraldie NadelnEndung -n
Diminutivdas Nädelchenselten
KompositaNähnadel, Stecknadel, Nadelbaum, Nadelöhrsehr häufig

Beispiele

Herkunft: verwandt mit nähen

Nadel geht auf althochdeutsch *nādala* zurück und gehört zur selben Wortfamilie wie *nähen*: Die Nadel ist ursprünglich einfach das Werkzeug zum Nähen. Verwandt sind auch englisch *needle* und niederländisch *naald*. Das Loch am Ende heißt Nadelöhr – ein Wort, das man auch für Engstellen im Verkehr benutzt. Bekannt ist das biblische Bild, eher gehe ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme.

Warum heißen Tannenblätter Nadeln?

Weil sie schmal, hart und spitz sind wie eine Nähnadel.

Was bedeutet „mit der heißen Nadel gestrickt“?

Etwas wurde in großer Eile und daher schlampig gemacht.

Quellen

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