Miliz: Bürger in Waffen statt Berufsarmee

Eine Miliz ist eine bewaffnete Truppe aus Bürgern, die nur im Bedarfsfall oder nebenberuflich Dienst tun – im Gegensatz zu einer stehenden Berufsarmee. Oft bezeichnet das Wort auch irreguläre Kampfverbände.

Eine Miliz besteht aus Menschen, die einen zivilen Beruf haben und nur zeitweise als Soldaten dienen. Heute hört man das Wort oft in Nachrichten über Bürgerkriege, wo bewaffnete Gruppen außerhalb der regulären Armee kämpfen. Eine Miliz ist im Kern ein Heer von Bürgern, nicht von Berufskriegern. In manchen Ländern hieß sogar die Polizei Miliz.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie MilizFemininum
Genitivder Milizunverändert
Pluraldie Milizen-en
Personder Milizionärweiblich: Milizionärin
KompositaMilizsoldat, Milizsystem, Bürgermilizhäufig

Miliz im Satz

Schweiz: Miliz bis ins Parlament

Aus dem lateinischen *militia* „Kriegsdienst“ (zu *miles* „Soldat“) kam das Wort über das Französische ins Deutsche. In der Schweiz ist das Milizprinzip ein Grundpfeiler: Bürger leisten nicht nur Militärdienst neben ihrem Beruf, auch viele politische Ämter werden nebenamtlich ausgeübt. Man spricht deshalb vom Schweizer Milizparlament: Viele Abgeordnete haben noch einen anderen Beruf.

Ist Miliz dasselbe wie Militär?

Nein. Militär ist der Oberbegriff für die Streitkräfte; eine Miliz ist eine bestimmte Form davon, getragen von Bürgern statt von Berufssoldaten.

Wie heißt ein Mitglied einer Miliz?

Milizionär oder Milizionärin, in der Schweiz auch Milizsoldat.

Quellen

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