Was macht ein Makler? Vom Immobilienmakler bis zum „ehrlichen Makler“

Ein Makler ist eine Person oder Firma, die gegen Provision Geschäfte vermittelt, etwa den Kauf oder die Miete von Wohnungen, Versicherungen oder Wertpapieren.

Makler sind Vermittler: Sie bringen Käufer und Verkäufer, Mieter und Vermieter zusammen und bekommen dafür eine Provision. Bismarck bezeichnete sich 1878 als „ehrlicher Makler“ zwischen den Großmächten – eine Formulierung, die bis heute zitiert wird. Im Alltag denken die meisten beim Wort aber an Wohnungssuche.

Formen und Wortfamilie

FormWortHinweis
Genus + Artikelder MaklerMaskulinum
Weibliche Formdie MaklerinPlural Maklerinnen
Pluraldie Maklerendungslos
Verbmakelnvermitteln, Fachsprache
KompositaImmobilienmakler, Börsenmakler, MaklerprovisionMakler als Grund- und Bestimmungswort

Makler in Beispielsätzen

Bestellerprinzip

Seit Juni 2015 gilt in Deutschland bei Mietwohnungen das Bestellerprinzip: Wer den Makler beauftragt, bezahlt ihn – in der Regel der Vermieter. Vorher mussten oft Mieter die Provision tragen, obwohl sie den Makler gar nicht bestellt hatten. Das Wort selbst stammt aus dem Niederdeutschen: *maken* „machen“ und *makeln* „Geschäfte vermitteln“. Ähnlich arbeitet ein Händler, der aber selbst kauft und verkauft.

Muss ich als Mieter den Makler bezahlen?

In Deutschland nur dann, wenn Sie ihn selbst mit der Suche beauftragt haben. Das legt das Bestellerprinzip fest.

Was ist der Unterschied zwischen Makler und Vertreter?

Ein Vertreter arbeitet für ein bestimmtes Unternehmen. Ein Makler soll unabhängig vermitteln und mehrere Angebote vergleichen, etwa bei einer Wohnung.

Quellen

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