Kälte: niedrige Temperatur und fehlende Herzlichkeit

Kälte ist ein Zustand niedriger Temperatur, den man als unangenehm kühl empfindet. Übertragen bezeichnet das Wort auch Gefühllosigkeit oder abweisendes Verhalten.

Die Kälte kommt im Winter mit dem ersten Frost und kriecht durch jede Ritze. Doch man spürt sie nicht nur auf der Haut. Eisige Kälte kann von draußen kommen – oder aus dem Blick eines Menschen. Das Wort ist vom Adjektiv *kalt* abgeleitet.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Kältefeminin
Genitivder Kälteunverändert
Plural—kein Plural; für Grade: Kältegrade
Grundwortkaltkälter, am kältesten
KompositaKälteeinbruch, Kältewelle, Gefühlskältehäufig

Beispiele

Was Kälte physikalisch ist

Physikalisch gibt es Kälte eigentlich nicht als eigene Größe: Kälte ist nur fehlende Wärme. Ein Körper kühlt ab, weil er Wärme abgibt, nicht weil Kälte in ihn eindringt. Die tiefste denkbare Temperatur ist der absolute Nullpunkt bei minus 273,15 Grad Celsius, also null Kelvin. Dort kommt die Wärmebewegung der Teilchen nahezu völlig zum Stillstand. Das Gegenwort im Alltag ist Wärme; in der Politik prägte der *Kalte Krieg* das Bild der Kälte zwischen Staaten.

Hat Kälte einen Plural?

Nein, Kälte wird nur im Singular gebraucht.

Was ist ein Kälteeinbruch?

Ein plötzlicher, deutlicher Temperatursturz, oft verbunden mit Frost oder Schnee.

Quellen

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