Genick oder Nacken? Bedeutung und Redewendungen

Das Genick ist der hintere Teil des Halses, wo die Wirbelsäule in den Schädel übergeht. Das Wort betont oft die verletzliche Stelle zwischen Kopf und Rücken.

Das Genick ist eine empfindliche Stelle: Hier sitzen die obersten Halswirbel, die den Kopf tragen und beweglich halten. Wem etwas das Genick bricht, für den ist es endgültig vorbei. Deshalb taucht das Wort häufig in drastischen Redewendungen auf, während das Wort Nacken neutraler klingt.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdas Genickneutrum
Genitivdes Genick(e)sbeide Formen korrekt
Pluraldie Genickeselten
Synonymder Nackenneutraler, häufiger
KompositaGenickbruch, Genickschuss, Genickstarremedizinisch oder drastisch

Beispielsätze

Genick und Nacken

Beide Wörter bezeichnen dieselbe Körperstelle, werden aber verschieden gebraucht. Nacken ist das Alltagswort: Nackenschmerzen, Nackenkissen, *jemandem im Nacken sitzen*. Genick betont den Knochen und die Gefahr: Genickbruch, *sich das Genick brechen*. Sprachgeschichtlich ist *Genick* eine Kollektivbildung zu *Nacken* mit der Vorsilbe *ge-*, wie *Gebirge* zu *Berg*. In bairischen Mundarten heißt der Nacken übrigens *Gnack*. Der Übergang zum Kopf – zum Schädel – macht die Stelle so verletzlich.

Ist „Genick“ dasselbe wie „Nacken“?

Fast. Beide meinen den hinteren Hals; Genick wirkt drastischer und steht oft im Zusammenhang mit Verletzungen.

Welches Geschlecht hat Genick?

Neutrum: das Genick. Der Nacken dagegen ist maskulin.

Quellen

WhatsAppXTelegramFacebook

Mehr Wörter mit 6 Buchstaben