Fassade: die Schauseite eines Hauses – und was dahinter verborgen bleibt

Eine Fassade ist die äußere, meist der Straße zugewandte Vorderseite eines Gebäudes; übertragen ein äußerer Schein, hinter dem sich etwas anderes verbirgt.

Die Fassade ist das Gesicht eines Gebäudes: Sie zeigt Stil, Epoche und manchmal auch den Reichtum des Bauherrn. Doch das Wort hat auch eine kritische Seite. Hinter einer glänzenden Fassade kann es bröckeln – bei Häusern wie bei Menschen. Diese übertragene Bedeutung ist im Alltag mindestens so häufig wie die bauliche.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Fassadefeminin
Genitivder Fassadeunverändert
Pluraldie FassadenEndung -n
KompositaGlasfassade, FassadenklettererBau und Kriminalität
SynonymFront, Außenseitebautechnisch

Beispiele

Herkunft: das Gesicht des Hauses

Das Wort kam im 17. Jahrhundert aus dem Französischen (*façade*) ins Deutsche, das es seinerseits aus italienisch *facciata* übernahm. Dahinter steckt *faccia* „Gesicht“, von lateinisch *facies*. Die Fassade ist also wörtlich das Gesicht des Hauses. Diese Herkunft erklärt, warum das Bild so gut auf Menschen passt: Wer eine Fassade zeigt, trägt gewissermaßen eine Maske. Potemkin'sche Dörfer – angeblich aufgestellte Scheinfassaden zur Täuschung einer Zarin – sind das bekannteste Beispiel für Fassaden ohne Inhalt; ob sie so existierten, ist allerdings umstritten.

Woher kommt das Wort Fassade?

Aus dem Französischen und Italienischen; es geht auf lateinisch facies „Gesicht“ zurück.

Was heißt „nur Fassade“?

Dass etwas nur äußerlich schön oder freundlich wirkt, aber nicht echt ist.

Quellen

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