Was heißt „den Dreh raushaben“? Das kleine Wort Dreh erklärt
Dreh ist umgangssprachlich ein Kniff oder eine geschickte Methode, ein ungefährer Zeitpunkt („um den Dreh“) und die Aufnahme von Filmszenen.
Dreh ist ein kurzes Alltagswort mit überraschend vielen Bedeutungen. Es gehört zum Verb *drehen*. Wer „den Dreh raushat“, weiß endlich, wie etwas funktioniert – beim Jonglieren, Kochen oder Programmieren. In der Filmbranche bedeutet Dreh dagegen die Aufnahme selbst.
- Kniff, Methode. *Bei diesem Schloss gibt es einen besonderen Dreh.*
- Ungefährer Zeitpunkt oder Wert. *Wir kommen so um den Dreh acht Uhr.*
- Filmaufnahme. *Der Dreh in Marokko dauerte vier Wochen.*
- Drehung (selten). *Mit einem schnellen Dreh öffnete er die Flasche.*
Formen
| Merkmal | Form | Beispiel |
|---|---|---|
| Genus | der Dreh | ein guter Dreh |
| Genitiv | des Dreh(e)s | am Ende des Drehs |
| Plural | die Drehs | mehrere Drehs |
| Verb | drehen | einen Film drehen |
| Kompositum | der Drehtag | der letzte Drehtag |
Im Satz
- Nach ein paar Versuchen hatte sie den Dreh raus.Umgangssprachlich: verstanden, wie es geht.
- Er hat so um den Dreh 50 Leute eingeladen.„Um den Dreh“: ungefähr, etwa.
- Die Dreharbeiten beginnen im Mai.Für Filme meist im Plural: Dreharbeiten.
Verwandte Wörter
Der Dreh ist ein naher Verwandter des Tricks: Beide bezeichnen einen Kniff, der etwas leichter macht. „Trick“ kann aber auch Betrug meinen, „Dreh“ kaum. Beim Film steht neben dem Dreh die Kamera, deren Kurbel früher tatsächlich gedreht wurde – daher sagt man bis heute „einen Film drehen“. Weitere Bildungen sind *Drehbuch* (das Skript), *Drehort* und *Drehtür*.
Woher kommt „einen Film drehen“?
Frühe Kameras wurden mit einer Handkurbel bedient, die der Kameramann drehte.
Ist „Dreh“ umgangssprachlich?
In der Bedeutung „Kniff“ und „ungefähr“ ja. „Dreh“ für Filmaufnahmen ist in der Branche normale Fachsprache.