Was heißt „den Dreh raushaben“? Das kleine Wort Dreh erklärt

Dreh ist umgangssprachlich ein Kniff oder eine geschickte Methode, ein ungefährer Zeitpunkt („um den Dreh“) und die Aufnahme von Filmszenen.

Dreh ist ein kurzes Alltagswort mit überraschend vielen Bedeutungen. Es gehört zum Verb *drehen*. Wer „den Dreh raushat“, weiß endlich, wie etwas funktioniert – beim Jonglieren, Kochen oder Programmieren. In der Filmbranche bedeutet Dreh dagegen die Aufnahme selbst.

Formen

MerkmalFormBeispiel
Genusder Drehein guter Dreh
Genitivdes Dreh(e)sam Ende des Drehs
Pluraldie Drehsmehrere Drehs
Verbdreheneinen Film drehen
Kompositumder Drehtagder letzte Drehtag

Im Satz

Verwandte Wörter

Der Dreh ist ein naher Verwandter des Tricks: Beide bezeichnen einen Kniff, der etwas leichter macht. „Trick“ kann aber auch Betrug meinen, „Dreh“ kaum. Beim Film steht neben dem Dreh die Kamera, deren Kurbel früher tatsächlich gedreht wurde – daher sagt man bis heute „einen Film drehen“. Weitere Bildungen sind *Drehbuch* (das Skript), *Drehort* und *Drehtür*.

Woher kommt „einen Film drehen“?

Frühe Kameras wurden mit einer Handkurbel bedient, die der Kameramann drehte.

Ist „Dreh“ umgangssprachlich?

In der Bedeutung „Kniff“ und „ungefähr“ ja. „Dreh“ für Filmaufnahmen ist in der Branche normale Fachsprache.

Quellen

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