Sirene: vom Gesang der Mythologie zum Warnsignal

Eine Sirene ist ein Gerät, das einen lauten, an- und abschwellenden Warnton erzeugt, etwa bei Feuerwehr oder Katastrophenschutz. In der griechischen Sage sind Sirenen Mischwesen, die Seeleute mit ihrem Gesang ins Verderben lockten.

Die Sirene heult, wenn Gefahr droht: auf dem Dach des Rathauses bei einem Alarm zur Probe oder auf dem Rettungswagen im Notfall. Ihr Name stammt ausgerechnet von Wesen, deren Gesang so schön war, dass Seeleute ihm nicht widerstehen konnten. Aus dem verlockenden Klang der Sage wurde so ein Ton, den man gerade nicht überhören soll.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Sirenefeminin
Genitivder Sireneunverändert
Pluraldie Sirenenschwache Endung -n
KompositaSirenengeheul, Sirenenalarmsehr gebräuchlich
ÜbertragenSirenengesangverlockendes, gefährliches Angebot

Beispiele

Von der Sage zur Technik

In Homers *Odyssee* sitzen die Sirenen auf einer Insel und locken vorbeifahrende Seeleute mit Gesang ins Verderben. Odysseus lässt seinen Männern die Ohren mit Wachs verschließen und sich selbst an den Mast fesseln. Als der französische Physiker Charles Cagniard de La Tour 1819 ein Gerät baute, das durch rotierende Lochscheiben Töne erzeugte – auch unter Wasser –, nannte er es *sirène*. Daraus wurde das heutige Warngerät. In der Schweiz werden die Sirenen übrigens jedes Jahr am ersten Mittwoch im Februar getestet.

Was ist der Sirenengesang?

Ein verlockendes Angebot, das in Wahrheit gefährlich ist, nach den Sirenen der griechischen Sage.

Wann werden in Deutschland Sirenen getestet?

Beim bundesweiten Warntag, der seit 2022 in der Regel einmal jährlich im September stattfindet.

Quellen

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