Perücke: Kunsthaar zum Aufsetzen – von Barock bis Bühne

Eine Perücke ist ein Haarersatz aus echtem oder künstlichem Haar, den man auf dem Kopf trägt, etwa bei Haarausfall, im Theater oder als Verkleidung.

Eine Perücke verändert mit einem Handgriff das ganze Aussehen. Schauspieler werden mit ihr zu historischen Figuren, Menschen mit Haarausfall oder nach einer Chemotherapie gewinnen mit ihr ein Stück Normalität zurück. Eine gute Perücke merkt man nicht – eine schlechte sieht jeder. Wer eine Glatze hat, greift heute auch zum Toupet, das nur einen Teil des Kopfes bedeckt.

Formen

MerkmalFormHinweis
Genusdie Perückefeminin
Genitivder Perückeunverändert
Pluraldie Perücken
KompositaEchthaarperücke, Allongeperücke, Perückenmacher
Verwandtdas Toupet, das HaarteilTeilersatz

Beispiele

Ein Stück Geschichte

Das Wort kam im 17. Jahrhundert aus dem französischen *perruque* ins Deutsche. Damals wurde die Perücke am Hof Ludwigs XIV. zur Mode: Die Allongeperücke mit langen Lockenkaskaden zeigte Rang und Würde, und der Adel in ganz Europa ahmte sie nach. Im 18. Jahrhundert wurde sie kleiner und gepudert. Im englischen Gerichtswesen tragen Richter und Anwälte bei manchen Verhandlungen bis heute eine Perücke. Heute dient die Perücke vor allem als Frisur für die Bühne oder als medizinisches Hilfsmittel.

Was ist der Unterschied zwischen Perücke und Toupet?

Eine Perücke bedeckt den ganzen Kopf, ein Toupet nur eine kahle Stelle.

Seit wann gibt es Perücken?

Schon die alten Ägypter trugen Perücken. In Europa wurden sie im Barock besonders beliebt.

Quellen

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